RemstalLeben lüftet das Bankgeheimnis

Neue Bank in der Vorstadtstraße und neuer Vorstand bei RemstalLeben: Michael Knödler, Lisa Kober, Joachim Hammer und Ruth Willerding-Dogan (von links). Foto: RemstalLeben eG

Die gelbe Sitzgelegenheit in der Vorstadtstraße ist ein Zeichen der IBA – und Symbol für das Wohnprojekt, das Nachhaltigkeit breit denkt

Ein leuchtend gelbes Stahlgebilde strahlt seit einigen Wochen in der Schorndorfer Vorstadtstraße. Wo der Verkehr rauscht und Fußgänger in Richtung Bahnhof eilen, lädt es zum Verweilen ein – kein Wunder, das Objekt ist eine Sitzbank. Aufgestellt hat sie die Internationale Bauausstellung (IBA‘27), die 2027 in Stuttgart und Region stattfindet. Seit kurzem stehen solche Skulpturen vor sämtlichen IBA-Projektorten, also auch hier in der Schorndorfer Vorstadt, wo die Wohnbaugenossenschaft RemstalLeben eG das nachhaltige IBA-Bauprojekt „Leben in der Vorstadt“ umsetzt.

Es ist eine erste sichtbare Veränderung, weitere folgen auf dem Grundstück hinter der Bank: Drei umweltbewusst und generationengerecht geplante Wohngebäude entstehen hier bis 2027. Die strohgedämmten Holzhybridhäuser mit Photovoltaik- und Grauwasseraufbereitung bieten Platz für 45 Parteien. Darunter sind acht Plätze in einer Pflege-Wohngemeinschaft. Übrigens: Im Wohnprojekt selbst sowie in der Pflege-WG gibt es aktuell noch freie Plätze.

Doch der Nachhaltigkeitsgedanke reicht bei der Genossenschaft, die 2024 der „Lokalen Agenda 2030“ beitrat, noch weiter. Wer sich auf der Bank niederlässt, hat freien Blick auf das Bauernhaus sowie das gewaltige Scheunengebäude mit Stall. Beide Gebäude sind um 1800 entstanden und denkmalgeschützt – und sollen gemeinschaftlich genutzte Orte werden.  Die Genossenschaft wird die Baudenkmäler behutsam sanieren und für die Genossenschaftsmitglieder und für die Allgemeinheit öffnen. Unter anderem eine offene Kantine mit Mittagstisch, ein Coworking-Space und eine Pension entstehen hier. So kann das Gelände ein Treffpunkt für das Quartier und darüber hinaus werden.

Um diese Vorhaben nicht auf die lange Bank schieben zu müssen, sondern weiter beherzt umzusetzen, hat die Genossenschaft unlängst ihren Vorstand erweitert: Neben Lisa Kober und Michael Knödler gehören nun Ruth Willerding-Dogan und Joachim Hammer dem Gremium an. Gemeinsam entwickeln sie die Genossenschaft nachhaltig weiter, im doppelten Sinn: Denn „Leben in der Vorstadt“ geht mit vorhandenen Ressourcen bewusst um – und will so Akzente setzen, die langlebig wirken, auch über die Vorstadtstraße hinaus.

Weitere Informationen zu den IBA-Skulpturen sind hier zu finden: https://www.iba27.de/leuchtende-stahlskulpturen-setzen-sichtbare-akzente-an-iba27-projektorten/